Hua Hin

Der "Nah"erholungsort zu Bangkok

Hua Hin vom Felsen gesehen

Der Aufstieg von Hua Hin als Urlaubsort begann Anfang dieses Jahrhunderts, als Rama VI sich entschied, dort einen Erholungspalast zu bauen. Der Name der Stadt rührt wohl von dem Felsen am Südende her, auf dem sich ein Tempel befindet. (Hua Hin heißt "Steinkopf".)

Der Ort liegt etwa 250 Kilometer südlich von Bangkok und ist sehr gut erreichbar. Die große Autobahn nach Süden führt hier vorbei und auch die Bahnlinie von Bangkok nach Singapur geht durch Hua Hin.

Der Bahnhof von Hua Hin ist (für mich) der schönste in ganz Thailand. Nicht zufällig ist er im gleichen Stil errichtet wie die Nobelherberge Sofitel Central Hua Hin. Das ehemalige "Railway Hotel" wurde vor etwa 60 Jahren erbaut, es diente vor seiner Renovierung in dem Film Killing Fields als Kulisse.

Bahnhof Hua Hin

Die Gegend um Hua Hin ist in ganz Thailand berühmt für die riesigen Ananasplantagen. Mehrere in Europa bekannte Konservenlieferanten haben sich hier niedergelassen und tragen wesentlich zum Einkommen der Gegend bei.

Der Strand von Hua Hin ist nicht gerade der schönste im Land, bei Flut ist er recht schmal, und das Freizeitvergnügen Reiten am Strand - einzigartig in Thailand - hinterläßt deutliche und riechbare Spuren im Sand. Aber nur wenig südlich gibt es einige Strände (Suan Son, Khao Tao), die mit dem Bus oder Moped leicht erreichbar sind.

Ein lohnendes Ausflugs­ziel (etwa 65 km ent­fernt) ist der Pa La-u Wasserfall. Am besten fahren Sie mit einem Mietwagen/Moped dorthin, denn die öffentlichen Verkehrsverbindung sind recht spärlich.

Die nähere Gegend um Hua Hin ist relativ flach und bietet nicht sehr viele landschaftliche Reize, man kommt eben hierher um auszuspannen und nicht, um sehr viel zu unternehmen. Golfspieler kommen hier aller­dings auf ihre Kosten.

Unterkünfte gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle, vom einfachen Guesthouse bis zum luxuriösen Spa (Aufnahmegebühr 1 Mio. Baht!). Hua Hin dürfte der einzige Ort in Thailand sein, in dem mehr Deutsch als Englisch gesprochen wird, und im Kabelfernsehen ist sogar Deutsche Welle TV vertreten.

Auf jeden Fall sollte man sich nicht das reichhaltige Angebot an Seafood entgehen lassen, das in zahlreichen Restaurants in der Nähe des Piers angeboten wird.

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